Welpenpfad
Leinenführigkeit

Welpe zieht an der Leine — die häufigste Ursache

Ziehen an der Leine ist eines der häufigsten Alltagsprobleme – und fast immer eine Sache des Trainings, nicht des Charakters. Die häufigste Ursache ist simpler, als viele denken.

Die häufigste Ursache: Ziehen wird versehentlich belohnt

Welpe zieht an der Leine — die häufigste Ursache
Weitergehen bei strammer Leine belohnt das Ziehen.

Wenn der Welpe zieht und dadurch tatsächlich schneller vorankommt (weil der Mensch mitgeht), lernt er: Ziehen funktioniert. Jedes Mal, wenn gezogen und trotzdem weitergegangen wird, wird dieses Verhalten verstärkt – auch ganz ohne Absicht.

Die einfachste Regel: Stehenbleiben

Sobald die Leine straff wird: stehenbleiben, warten, bis sie wieder locker ist (der Welpe sich umdreht oder zurückkommt), erst dann weitergehen. Am Anfang dauert ein kurzer Spaziergang dadurch spürbar länger – das ist normal und Teil des Lernprozesses.

Warum Rucken an der Leine nicht hilft

Ein Ruck bringt kurzfristig Erfolg, bringt dem Welpen aber nicht bei, warum lockere Leine besser ist – er lernt nur, dass ab und zu etwas Unangenehmes passiert, ohne den Zusammenhang zu verstehen. Konsequentes Stehenbleiben ist langsamer, aber nachhaltiger.

Belohnung an der richtigen Stelle

Es hilft enorm, den Welpen gezielt zu belohnen, wenn die Leine von selbst locker ist – nicht nur zu reagieren, wenn sie stramm wird. So lernt er: Neben mir gehen lohnt sich aktiv, nicht nur "ziehen bringt nichts".

Realistische Erwartungen

Leinenführigkeit ist keine Sache von ein bis zwei Spaziergängen. Kurze, ruhige Trainingsrunden (5–10 Minuten, bewusst als Training, nicht als "der" Spaziergang) bringen mehr als lange Gassirunden, bei denen nebenbei "irgendwie" trainiert werden soll.

Der komplette Ratgeber: „Leinenführigkeit von Anfang an"

Der komplette Aufbau vom ziehenden zum entspannten Spaziergang.

Ebook ansehen